Projekt · Spiel
Uns fragt ja keiner! – Die Quiz-Show
Keine Quiz-App mit ein paar Witzen darin, sondern eine Fernsehshow, die es nie gegeben hat – und in die man sich zu viert hineinsetzen kann. Vollständig vertont, mit Moderation, Musik und Zwischenrufen.
Die Idee
Du kennst diesen Moment vermutlich: Im Fernsehen läuft ein Quiz, der Kandidat überlegt noch, und du weißt die Antwort längst. Du rufst sie in den Raum, jemand nickt, und damit ist die Sache erledigt. Gefragt hat dich ja keiner.
Genau diesem Gefühl verdankt das Spiel seinen Namen. Hier wirst du gefragt – und anschließend dafür aufgezogen, wenn du danebenliegst. Das ist der Deal, und er steht bewusst auf der Packung.
Für mich schließt sich damit ein Kreis. Die Show besteht am Ende aus Texten und Songs, also aus genau dem Handwerk, mit dem 1993 alles angefangen hat – auch wenn hier zum ersten Mal weder meine Stimme singt noch spricht.
Der Unterschied zu einer Fragenliste ist dabei kein akademischer. Eine Quiz-App verkauft Fragen, und Fragen kann jeder nachliefern. Eine Show verkauft einen Abend mit einer Figur, und die kann niemand nachliefern. Deshalb führt Fränk als Quizmaster durch die Sendung und Hilary übernimmt die Co-Moderation, beide mit echter Sprachausgabe statt mit Textblasen. Und die beiden gibt es tatsächlich – dazu gleich mehr.
Wer Hilary und Fränk sind
Die beiden sind keine am Reißbrett erfundenen Figuren. Dahinter stecken zwei echte Menschen – wir selbst, nur durch einen Filter betrachtet, der uns kleiner macht, bunter und vor allem deutlich großköpfiger.
Angefangen hat das als Spaß in der Familie. Seit Jahren verschicken wir Videos mit diesem Filter: Geburtstagsständchen, Glückwünsche, Unsinn zwischendurch. Im Familien- und Freundeskreis lieben alle die zwei, und irgendwann war klar, dass sie eine eigene Geschichte verdient haben.
Mit der Zeit kam die Idee dazu, dass die beiden gar nicht von dieser Welt sind – und das erklärt einiges. Sie sind leicht sarkastisch, schieben ihren eigenen Film und nehmen wenig so ernst, wie es gemeint war. Genau deshalb funktionieren sie als Moderatoren: Wer alles ernst nimmt, moderiert keine Comedy-Show.
Inzwischen bleiben sie nicht mehr nur Quizmaster. Aus denselben beiden Figuren entstehen gerade kurze Animationsfilme, und im Trailer zur Show sind sie natürlich auch zu sehen.
Warum daraus überhaupt ein Spiel wurde
Den Mut dazu hat die Reihenfolge davor gemacht. Erst der eigene Shop, dann die Shopify-App, dann die ersten Organisations-Apps – und irgendwann war die Frage nicht mehr, ob ich ein Spiel bauen kann, sondern nur noch, wer darin moderiert. Die Antwort stand längst fest, sie lief seit Jahren durch unsere Familienvideos.
Was drinsteckt
Inzwischen sind es rund 1500 Fragen und über acht Stunden gesprochene Inhalte und Musik. Das klingt nach einer Zahl auf einem Werbebild und bedeutet in Wirklichkeit, dass jede Begrüßung, jede Überleitung, jede Auflösung und jeder Spott erst geschrieben und dann eingesprochen werden musste.
- Sechzehn Themengebiete, von Wissenschaft, Film und Geografie über Technik, Musik und Geschichte bis zu Sprache, Essen und Kunst – wer ein Thema nicht mag, wählt es einfach ab.
- Drei Fragearten: klassisch mit vier Antworten, Schätzfragen mit zwei Werten und Wahr oder falsch.
- Die Punktejagd für den Sieger, in der zehn Kurzfragen mit je acht Sekunden warten – und jede falsche Antwort tausend Punkte kostet. Plötzlich geht es nicht mehr darum, viel mitzunehmen, sondern zu wissen, wann man seiner Antwort trauen darf.
- Bis zu vier Personen an einem Gerät, jeder mit eigenen Fragen, Bonuspunkten für schnelle Antworten und einer Finalfrage, die doppelt zählt.
- Über zwanzig Musikstücke, darunter wechselnde Titelmusiken sowie eigene Sieger- und Verlierersongs, damit vom Start bis zur Siegerehrung jede Runde ihren eigenen Klang bekommt.
Auch lautlos spielbar
Vielleicht sitzt jemand neben dir, der schläft, oder du bist unterwegs. Alle Inhalte haben deshalb Untertitel, und du kannst die komplette Show ohne Ton verfolgen. Sprachausgabe, Musik und zusätzliche Zwischenrufe lassen sich einzeln abschalten, und über die Schwierigkeitsstufe bestimmst du selbst, wie entspannt oder fordernd der Abend wird.
Was es kostet
Zwanzig Fragen sind kostenlos, und zwar nicht als Ausschnitt, sondern mit dem kompletten Grundgefühl: echte Sprachausgabe, alle Fragearten, Fränk und Hilary, Reaktionen, Auflösungen und Musik. Wer danach weiterspielen will, schaltet die Vollversion mit einer einmaligen Zahlung frei – kein Abo, keine laufenden Kosten, keine Werbebanner.
Wie bei den Sortylendo-Apps bleiben die Daten auf dem Gerät, und Spielstände lassen sich sichern und auf einem neuen Telefon wieder einspielen.

- PlattformAndroid
- Spieler1 bis 4, ein Gerät
- Fragenrund 1500
- Tonüber 8 Stunden
- SpracheDeutsch, vertont
- Untertiteldurchgehend
- PreisEinmalkauf
Hinter der Show
Warum eine Figur mehr Arbeit macht als tausend Fragen
Jede Zeile ist geschrieben
Begrüßung, Übergänge, Auflösungen, der Spott bei falschen Antworten und die Siegerehrung: über acht Stunden Text, die jemand erst formulieren und dann vertonen musste. Das ist der eigentliche Flaschenhals, nicht das Programmieren.
Texte fürs Ohr, nicht fürs Auge
Geschriebene Sprache verträgt Stichpunkte, gesprochene nicht. Auf dem Bildschirm liest sich ein Halbsatz knackig; vorgelesen klingt er wie eine Einkaufsliste. Also wurde jede Zeile zu einem ganzen Satz umgebaut.
Musik gehört zur Dramaturgie
Über zwanzig Stücke, vom Titelsong bis zum Verlierersong. Es macht einen hörbaren Unterschied, ob nach der letzten Frage Stille einsetzt oder ob jemand aufspielt – und das merkt man erst, wenn man es einmal weggelassen hat.