HGDE MatchGrid ist seit Oktober 2026 im Shopify App Store. Zwischen „die App funktioniert“ und „die App ist veröffentlicht“ lagen Wochen, in denen kein einziger Knopf dazugekommen ist. Hier steht, womit diese Wochen vergangen sind.
Die App ist der kleinere Teil
Das klingt nach Koketterie, ist aber eine Mengenangabe. Was neben dem eigentlichen Programm entstehen musste:
- Listing-Bilder in exakt vorgegebenen Maßen – und zwar echte Ansichten der App, keine Nachbauten. Platzhalterbilder mit Wasserzeichen sehen nach halbfertiger Software aus.
- Ein Video mit Sprechertext, in zwei Sprachen.
- Eine Testanleitung für die Prüfer: Zugang, Beispieldaten, Schritt für Schritt, was sie anklicken sollen.
- Datenschutz- und Nutzungstexte, die zu dem passen, was die App tatsächlich speichert.
- Eine Kompatibilitätsaussage – was in welchem Theme-Typ funktioniert und was nicht. Und zwar belegt, nicht geschätzt.
Was ich unterschätzt habe
Die Bilder. Ich habe sie am Ende per Skript aus der echten App erzeugt, inklusive gesetzter Auswahl und gesperrter Karten. Das war dreimal so aufwendig wie ein Bildbearbeitungsprogramm und die einzige Methode, die ehrliche Bilder liefert. Nebeneffekt: Wenn sich die App ändert, baue ich die Bilder mit einem Befehl neu.
Und dann sind da die Aussagen über Kompatibilität. Es ist verführerisch, „funktioniert mit allen Themes“ zu schreiben. Es stimmt aber nicht: In älteren Themes ohne die neueren Vorlagenformate gibt es die nötigen Bausteine schlicht nicht. Diesen Satz ehrlich zu formulieren, kostet einen Teil der Zielgruppe und erspart genau die Bewertungen, die man nie wieder loswird.
Zwei Entscheidungen, die ich wieder so treffen würde
Rabatte über die offizielle Schnittstelle, nicht über Theme-Tricks. Es gibt Wege, Preise im Warenkorb zu manipulieren, die kurzfristig einfacher sind. Sie gehen irgendwann kaputt, und sie hinterlassen Reste, wenn man die App deinstalliert. Der offizielle Weg war mehr Arbeit und verschwindet rückstandslos.
Die Statistik kommt ohne Kundendaten aus. Aufrufe, gewählte Karten und erreichte Ergebnisse werden als Tageszähler gespeichert, ohne Cookies, ohne IP-Adressen und ohne Kennungen. Das reicht völlig, um zu sehen, wo Kunden abbiegen. Und es erspart jedem Händler, der die App installiert, ein zusätzliches Kapitel in seiner Datenschutzerklärung. Das ist ein Verkaufsargument, auch wenn es auf keinem Werbebild Platz findet.
Was danach kommt
Veröffentlicht heißt nicht gefunden. Die Sichtbarkeit im App Store hängt an Installationen und Bewertungen, und beides hat am ersten Tag niemand. Die ernüchternde Erkenntnis ist, dass ausgerechnet der technische Teil der planbare war und alles danach vor allem Geduld verlangt.